Periodenarmut
Sichere Menstruationsprodukte sollten kein Privileg von wenigen sein, sondern ein Grundrecht für alle. Dies ist ein globales Problem. Laut der UNO verlassen jedes Jahr 20 Millionen Mädchen die Schule, da Sie und ihre Familien kein Geld haben für Produkte für Menstruationshygiene, wie Binden und Tampons. Frauen, die unter Menstruationsarmut leiden, benutzen Blätter von Bäumen, das Innere von unsauberen Matratzen, Socken, zerrissene Klamotten, Federn oder verwenden sogar schmutzige Binden wieder. Für viele Mädchen in Entwicklungsländern hört die Schule mit der ersten Periode auf.
Situation in Kenia
In ganz Kenia haben ca. 2,6 Millionen junger Mädchen und Frauen keinen Zugang zu lebenswichtigen weiblichen Hygieneprodukten wie Binden und Tampons. Neben dem Zugang, fehlt Ihnen die richtige Information für die Hygiene. Da ihnen, falsche Informationen weitergegeben werden oder es mit Ihnen garnicht besprochen wird. In vielen ländlicheren Gegenden ist die Periode noch ein Tabu Thema. Mädchen schämen sich es auszusprechen oder werden in der Schule gemobbt von den Jungs.
Durch die Verwendung von falschen Materialien, bekommen die Mädels Infektionen, welche dazu führen, dass sie krank werden. Dies führt entweder zu mehr Arztkosten oder schlimmeres. Die günstigsten Binden, die in Kenia gekauft werden können belaufen sich auf ca. USD 50ct, bedenkt man die täglichen Einnahmen von USD 1,90 von 36% der Kenianer.
Die Mädchen, die sich diese Produkte nicht leisten können verpassen im Durchschnitt 4 Tage in der Schule pro Monat. Welche im Jahr sich von 6 Wochen bis 8 Wochen belaufen. Das ist Schulstoff den sie nachholen müssen. Viele schaffen es nicht und beenden damit gleich die Schule.
Frauen und Mädchen, die sich jeden Monat fragen müssen, ob sie Essen oder die Menstruationsprodukte kaufen, entscheiden sich für das Essen. Einige Frauen und auch Teenage Mädchen haben Sex gegen Hygieneartikel getauscht. Schockierend ist, dass zwei von drei Nutzerinnen von Damenbinden im ländlichen Kenia ihre Produkte von Sexualpartnern erhalten. Das vielleicht traurigste Ergebnis der Periodenarmut von Frauen in Kenia ist die Tatsache, dass diese Frauen Sex als Gegenleistung für Damenbinden eintauschen, manchmal schon im Alter von 13 Jahren. Dies kann das Leben der Mädchen aufgrund der Kultur der Misserziehung weiter erschweren.
Die langzeit Auswirkungen für die Mädchen selbst und für die Welt
Jeden Tag haben über 800 Millionen Frauen und Mädchen auf der Welt ihre Periode. Die Hälfte der Bevölkerung hat oder wird eines Tages die Menstruation erleben.
Viele Mädchen, die keinen Zugang haben holen sich Krankheiten. Die Arztkosten können sie sich nicht leisten und sterben an den Krankheiten. Andere gehen in die Prostitution und andere werden Schwanger und haben dann noch eine größere Last vor sich. Neben dem Scham, der Teenage Schwangerschaft. Durch die Missinformationen und keinen sexual Unterricht, wissen viele Mädchen nicht den Zusammenhang zwischen Periode und Schwangerschaft. Diese verlassen die Schule und der Kreislauf beginnt erneut. Periodenstigma und Periodenarmut sind sowohl ein Ziel als auch ein Mittel der Geschlechterungleichheit, und um ihre Auswirkungen zu beenden, muss es eine bewusste globale Anstrengung zur Unterstützung von Frauen und Mädchen geben.
Was wir mit euch, dagegen tun möchten
Wir möchten unserer Kooperationschule die Möglichkeit geben, dass es ein sicherer Ort wird für Mädchen in der Umgebung. Wir wollen anhand Workshops und nachhaltigen Menstruationsprodukte, den Mädchen das Leben vereinfachen. Sie dadurch motivieren auch zur Schule zu kommen. Das möchten wir erstens erreichen, indem wir den Lehrern und Kindern Workshops mit Organisationen, die in diesem Thema Experten sind, anbieten. Wo sie über die Menstruation lernen, was hygienisch ist und was nicht. Zweitens, wollen wir den Mädchen und die Frauen, die es in der Community brauchen ein Stelle geben, wo sie diese Produkte erhalten. Dafür brauchen wir dich und deine Hilfe.
Unterstütze uns mit einer monatlichen Spende, damit diese Mädchen nicht ihre Hoffnungen verlieren. Wenn du selbst ein Experte bist, freuen wir uns über ein Gespräch oder Anregungen, wie wir dieses Projekt effizienter gestalten können.